Konzept gegen Schleichwege gefordert

Das gilt auch für Potsdam West

01.03.2018

Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung haben wir bereits 2016 als erste Fraktion dieses Thema aufgegriffen. Damals antwortete die Verwaltung noch auf unsere Frage, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die bestehenden Konzepte für die Verkehrslenkung, Verkehrsführung und Verkehrsplanung habe „Direkt gibt es keine Auswirkungen“(DS 16/SVV/0683) Inzwischen haben sich fast alle Fraktionen mit diesem für die betroffenen Anwohner üblen Zustand beschäftigt. Die Verwaltung hat jetzt endlich ein Einsehen und kündigte ein Konzept gegen den Verkehr auf Schleichwegen bis Ende des Jahres an. Es freut uns, dass wir dazu wesentlich beitragen konnten.
 

Das gilt natürlich auch für die Bewohner in Potsdam West, die durch die Verengung der Zeppelinstraße durch zum Teil erheblich mehr Verkehr in ihren Wohnstraßen belastet sind. So kann es nicht bleiben und wir fordern, hier umgehend Lösungen, die dauerhaft dazu beitragen, die Nebenstraßen wieder zu entlasten. Da der erwartete Umstieg auf den ÖPNV weitgehend ausgeblieben ist, muss der Umstieg auch hier so schnell wie möglich attraktiv gemacht werden. Wir bleiben auch bei unserer Forderung, dass eine Gesamtlösung nur in enger Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden erfolgen kann und muss.
 
2016 schrieb die Verwaltung auf unsere Anfrage (DS 16/SVV/0683) „Grundsätzlich sollen die Hauptverkehrsstraßen den Hauptteil des Motorisierten Verkehrs bewältigen. Das weitere Straßennetz, insbesondere die Anliegerstraßen mit überwiegender Wohnnutzung sollen nur der Erschließung der entsprechenden Gebiete dienen. Dabei sind lt. Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) bis 400 Kfz/Stunde verträglich. Dieser Verkehr muss bzw. kann auch nicht ausschließlich Anliegerverkehr der jeweiligen Straße sein, sondern durchaus auch in begrenztem Maß Durchgangsverkehr zu benachbarten Gebieten und als Verbindung zwischen 2 übergeordneten Straßen. Ob diese Nichtanliegerfunktion für einzelne Straßenabschnitte verträglich ist oder nicht, muss im Einzelfall geprüft werden.“ Dem haben wir nichts hinzuzufügen und wir fordern das jetzt ein.
 
Der Fraktionsvorsitzende Matthias Finken sagt: "Vor der Verengung der Zeppelinstraße sollten zuerst die Voraussetzungen für einen möglichst staufreien Verkehrsfluss geschaffen werden. Das hat die Verwaltung bis heute nicht geschafft. Der Modellversuch wurde trotzdem gestartet. Wir fordern ein Gesamtlösungskonzept, mit dem die Ausweichverkehre anwohnerfreundlich geleitet werden und mit dem auch die Nachbargemeinden zufrieden sein können."